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Blocher fährt mit Gegenwind |
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| Einzelkämpfer gesucht... (Fortsetzung) Blocher steht vor einem entscheidenden und vielleicht historischen Wochenende. Gewinnt er, wird die SVP Fraktion Zürich nicht umhin kommen, den Einfluss der Berner Alt-SVP - Genossen in der Partei abzubauen, denn nur so können die Interessen des "Ost-Flügels" durchgesetzt und die Partei auf einen klar definierten Kurs gebracht werden. Verliert er, wird er und die Seinen sich die Frage stellen müssen, welchen Sinn Politik macht, wenn die Feinde einer Sache mitten in den eigenen Reihen stehen, und vom politischen Gegner noch getragen werden, Die SVP steht in jedem Fall auf einem Scheideweg. Lange hat man versucht, die Schatten der Vergangenheit, das heisst, die erspriessliche Mitarbeit im Zentrum der alten und jahrzehntelang erfolgreichen Kumpanen- und Genossenschaftler-Politik zuzudecken, und man hat dadurch versäumt, durch eine klare Definition einer politischen Richtung einen echten Neubeginn ohne politische Hypotheken zu wagen. Erblasten aus Zeiten eines Herrn Schlumpf und Ogi, beides ehemalige SVP-Bundesräte, hochaktuell und bis dato ungelöst, belasten Staat und Bürger. Das Fenmelde-Gesetz 92 taugte nichts, noch weniger taugt das Radio/TV-gesetz, die Armeefrage heute spaltet grosse Teile der Bevölkerung; und überall hatte die SVP entscheidend die Hand im Spiel. Dafür erhielt der Sport, eine der grössten Finanz-Jongleur - Branche der Welt, eine staatlich organisierte Stütze. Und auch hier zeigt sich die Bluts-Brüderschaft von SVP'lern mit Spitzenplayern des organisierten Sport - Mafia - Syndikates. Masse war wichtiger als Klasse. Und als Konsequenz kämpft man jetzt in der SVP gegen einen Teil der eigenen Leute, auch wenn diese politisch eigentlich schon immer ganz wo anders hin gehörten. Blocher hofft, mit der Unterstützung der Wählerinnen und Wähler die beiden Gesetzes-Vorlagen abzuschmettern. Die breite Zustimmung mittlerer und älterer Wähler - Jahrgänge ist ihm sicher. |
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| Ob allerdings die vom SVP-Flügel
ZH doch in Vielem eher vernachlässigten jüngeren Wählerinnen und Wähler aus fundamentalen Gründen einer SVP - nahen Aktion überhaupt beipflichten können, ist eine ganz andere Frage, und vermindert oder verhindert sogar die Möglichkeit, die beiden Gesetze zu stoppen. Selber schuld, ist man gewillt zu sagen. Denn für Meier, Müller oder Huber ist im Grunde genommen völlig ohne Belang, wie es ausgehen wird, den die Sache wird ihn oder sie nicht im Normalfall sowieso nicht betreffen. Und sowieso, das soll das Ganze. In anderen und für viele viel wichtigeren Fragen ist ja dieser Herr Blocher und seine SVP sowieso nur ein Haufen realitätsfremder und machtgieriger Schnorrer. Als Messlatte gilt z.B. die SVP-Drogen-Politik. Gerade hier nämlich klafft ein riesiger Spalt zwischen Reden und Handeln, und solange SVP-Bauern Geld in grossem Stil steuerfrei verdienen, deren Interessen-Vertreter Hanf jedoch politisch in einem üblen Ränkespiel verteufeln, kann eigentlich kein moderner und aufgeschlossener Mensch solche Parteien ernst nehmen, und sich schon gar nicht für das aktive Weiterbestehen eines für Viele sowieso kapputten Systemes einsetzen zu wollen. Eigentlich schade, denn zweimal NEIN wäre an sich in dieser existenziellen Frage ein wichtiger und überlegenswerter Entscheid. |
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